Top-Tipp Nachhaltigkeit: So einfach legst Du Deinen Nutzgarten an

Heute haben wir einen ganz besondere Tipp für Euch im Gepäck. Nachhaltig zu leben bedeutet nicht nur, den eigenen Konsum herunterzuschrauben, zu recyceln und upcyceln oder nachhaltig produzierte Produkte zu kaufen. Es kann auch heißen, sich nachhaltig zu ernähren. Dafür kann man sich zum Beispiel, so wie Tilman und ich es gemacht haben, sich ein Beet anlegen. Selbst angebautes Gemüse enthält weniger Schadstoffe, Düngerrückstände und musste keine so weiten Wege auf sich nehmen. Es gibt noch viele weitere Vorteile, für die es sich lohnt. Wir haben Euch einmal eine kurze Anleitung geschrieben, wie Ihr unkompliziert Euren eigenen Nutzgarten verwirklichen könnt. Falls Ihr keinen Platz haben solltet, schaut doch mal in diesen Artikel rein, hier haben wir Euch eine interessante Alternative vorgestellt: Alte Flaschen upcyceln, z.B. als Balkonkasten-Ersatz.

Je nachdem, wie viel Kräuter und Gemüse man braucht, kann schon eine Fläche von 1,5mbis 3mPlatz ausreichen. Für den Grundbedarf sollten einige Standardkräuter und Gemüsearten genügen.

Was braucht ein erfolgreiches Beet?

Als Faktoren für den Erfolg Ihres Beetes kann man

-den Standort,

-die Qualität des Bodenmaterials

-den Nährstoffgehalt und die Wasserversorgung sowie

-Die Art, wie man Einpflanzt und neben welche Pflanzen man pflanzt

bestimmen.

Die Standardkräuter, die angebaut werden können sind: Majoran,Oregano,Petersilie,Basilikum,Minze,Schnittlauch und Zitronenmelisse/Rosmarin. Außerdem kann, wer möchte noch Dill,Kamille,Salbei und Estragon oder Liebstöckel anpflanzen. Von anderen Kräutern raten wir wegen unverhältnismäßigen Aufwands ab.

Die Faktoren für den Erfolg: 1. Der Standort des Beets

Die meisten der „heimischen Pflanzen und Standardkräuter“ und Gemüsearten bevorzugen einen sonnigen bis halb schattigen Platz. Hier ist es sinnvoll, darauf zu achten, welche Pflanze wo im Beet steht, da dies einen großen Einfluss auf das Wachstum der Pflanze hat. Außerdem ist darauf zu achten, dass vor allem am Anfang die Kräuter vor Wind geschützt sind. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass bei mediterranen Pflanzen eventuelles überschüssiges Wasser gut ablaufen kann.

2. Die Qualität des Bodenmaterials

Hier ist es wichtig, darauf zu achten, welche Kräuter welches Bodenmaterial „bekommen“. Der Boden für mediterrane Kräuter wie Oregano, Rosmarin und Zitronenverbene  muss nicht so nährstoffreich sein wie für „heimische“ Kräuter wie Schnittlauch, Petersilie und Liebstöckel. Allerdings benötigen mediterrane Kräuter mehr Mineralstoffe (nicht Nährstoffe!) im Boden und der Boden muss durchlässiger sein als bei Petersilie und Co. Allgemein lässt sich sagen, dass für Kräuter der Boden nicht zu humosarm und nährstoffarm, aber durchlässig sein muss.


Extra-Tipp: Mischung für selbst „hergestellte“ gute Kräutererde:

Die Hälfte Blumen- oder Gartenerde, 10% Quarzsand, 20% Lavagestein oder Schieferbruch, den Rest mit Kompost und organischen Düngern auffüllen.

3. Nährstoffgehalt und Wasserversorgung

Hierbei sollte man in „ 2 Pflanzengruppen“ unterscheiden, und zwar „die heimischen Pflanzen“ und die „mediterranen Pflanzen“.

Heimische Kräuter sind Petersilie, Salbei, Schnittlauch und z.B. Beifuß. Heimisches Gemüsearten sind Salate, diverse Kohlarten, Rüben und z.B. Kohlrabi.

Die meisten heimischen Pflanzen benötigen mäßig viele bis viele Nährstoffe.

Dies kann zu Not bei nährstoffarmen Boden durch Nährstoffe aus organischen Düngern wie „Guano Plus“ ausgeglichen werden.

Mediterrane Kräuter wie Oregano, Majoran oder Rosmarin benötigen nicht ganz so viele Nährstoffe, wobei Verbenen und der Basilikum viele Nährstoffe benötigen.

Bei der Wasserversorgung lässt sich allgemein nur sagen, dass die Pflanzen mäßig viel Wasser brauchen, hier gibt es allerdings starke Unterschiede. Fragt am besten Euren Gartenberater.

4. Die Art Einzupflanzen

Hier kann man sich entweder für das Sähen von Kräutern entscheiden oder für das weniger anspruchsvolle Großziehen von gekauften angezogenen Pflänzchen. Bei dem Einpflanzen von angezogenen Pflänzchen kann man nicht viel falsch machen, die Pflanzen sollten jedoch nicht zu hoch in die Erde gesetzt werden, damit die Wurzeln nicht übererdig sich verbreiten.

Und so baut Ihr Euch ein befestigtes Beet:

Je nachdem, wie oft Ihr Kräuter und Gemüse esst, solltet Ihr Euch für 1,5 x 1,5m oder 3 x 3m entscheiden. Für die Beeteinfassung können je nach Geschmack Natursteine, Mauersteine sowie Hölzer verwendet werden. Auf offenen Flächen ist es ratsam, einen kleinen Zaun zu installieren, damit unsere Feldhasen, Mäuse und Co. nicht komplett unsere Ernte fressen.

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